Staging oder die Kunst sein Haus perfekt zu präsentieren

Potenziellen Käufern ein Haus schmackhaft zu machen ist manchmal gar nicht so einfach; mit einer Vielzahl an Objekten auf dem Markt sind Interessenten wählerisch geworden und legen Wert auf Detail und Extras. Und der erste Eindruck ist was zählt; macht das Haus schon mal von außen einen ungepflegten Eindruck werden viele potenzielle Käufer sofort das showing abbrechen und nach etwas vielversprechenderem suchen.

Aber nun mal der Reihe nach: wenn das Haus zum Verkauf präsentiert werden soll heißt es zunächst einmal den äußeren Anschein aufzupolieren. Ist ein Außenanstrich nötig? Hat die Einfahrt Ölflecken? Sehen Rasen und Blumenbeete gepflegt aus oder muss die Unkrautfee auf den Plan gerufen werden? Der äußere Eindruck nennt sich übrigens in der Fachsprache Curb appeal und wurde bereits in einem anderen Blog Eintrag behandelt.

Was im Staate Florida noch ein wenig verbreitet ist, ist in z. B. Kalifornien und Colorado bereits ein gewinnbringendes Geschäft geworden: Staging. Professionelle „Stager“ machen das Haus für US$50.00 bis 150.00 pro Stunde präsentabel. Meistens kommen die Stager aus dem Bereich der Innenarchitektur und haben Erfahrung auf dem Real Estate Markt. Wer allerdings selbst stagen will, dem kann hier mit ein paar simplen Tipps geholfen werden:

Packen Sie erst mal 90% aller Dinge im Haus weg; das Haus sollte sich wie ein Modelhaus präsentieren. Käufer wollen sich das Haus als das ihre vorstellen;  persönliche Gegenstände und Bilder der Familie der Noch-Eigentümer sind da eher hinderlich. Ein Haus das potenzielle Käufer einladen soll, es als Ihr zukünftiges Domizil zu sehen muss sozusagen de-personalisiert werden; Bücher, CD’s, alles was zu viel über die Persönlichkeit der momentanen Eigentümer preisgibt sollte in Kisten oder Schubladen verschwinden wenn es auch nur für die Zeit des showings ist. Auch alle Gegenstände die religiösen Bezug haben sollten für die Dauer des showings weggeräumt werden.

Ein einfacher aber wichtiger Zug ist es, alles was auf täglichen Gebrauch hindeutet, alle Dinge die normalerweise auf den Ablagen in der Küche und den Bäder herumliegen aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Erinnern wir uns: das Haus soll erscheinen wie ein Modelhaus, einladend für den neuen Eigentümer ohne Reminiszenzen auf die „alten“ Eigentümer.

Schon im Vorfeld gibt es einiges zu bedenken: ist es erforderlich eine Lagereinheit anzumieten, um Dinge darin zu verstauen, die das Haus enger machen als notwendig? Wie sieht es mit neuer Farbe aus? Wände sollten wenn sie nicht mehr sauber sind in neutralen Tönen neu gestrichen werden, der Aufwand lohnt, das Haus verkauft sich besser wenn es in neuen frischen Farben erscheint. Braucht das Haus einen Rund-um-Putz? Wenn ja, professionelle Cleaning Services helfen hier gerne. Fenster sind etwas das der Hausfrau ganz besonders wichtig ist; sind die nicht sauber ist unter Umständen das Interesse am Haus bereits nach dem ersten Blick erloschen.

Viele potenzielle Käufer drehen sich sofort wieder um, wenn es um üble Gerüche im Haus geht. Von Kohlgerichten vor einem showing ist also grundsätzlich abzuraten. Wie auch immer, es sollte selbstverständlich sein, das Katzenklo außer Reichweite zu bringen oder zumindest dafür zu sorgen, dass es sauber und frei von Gerüchen ist. Ein gutes Mittel um eine angenehme Duftkulisse zu schaffen ist es z. B. frische Plätzchen zu backen, Zimtstangen in Wasser zu kochen, oder einfach nur Geruchskerzen oder Reet-Diffuser aufzustellen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: ein paar einfache Maßnahmen können einen potenziellen Verkauf positiv beeinflussen. Ein Haus, das sein wahres Gesicht zeigen kann ohne durch persönliche Gegenstände und ein zu viel an täglichen Dingen in seinem Erscheinungsbild maskiert zu sein wird den Käufer eher dazu bringen, es als SEIN Haus zu sehen.

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